Mikrofilm ab Daten

Immer mehr Text-, Bild- und Plandokumente werden heute rein digital erzeugt. Ältere Bestände werden zudem zur Verbesserung des Zugriffs in eine digitale Form umgewandelt. Beim Arbeiten mit diesen Daten am Bildschirm wird kaum an die Langzeitsicherung gedacht. Kein Wunder - diese ist sehr teuer (Serversysteme mit Harddisks, Migrationsaufwand) oder sehr unsicher (CD, DVD). Jetzt gibt es eine kostengünstige und sichere Lösung: Schreiben Sie Ihre Daten direkt auf den farbigen Mikrofilm!

Wie funktioniert die Mikrofilm-Laser-Belichtung?
Auf den Film wird Bildpunkt um Bildpunkt einzeln mit fokussiertem Laserlicht belichtet. Der Abstand der Punkte beträgt 3-6 Mikrometer.
Die Farbgebung erfolgt durch drei Laser, wobei die Laser-Intensität für jeden Punkt für jede Farbe separat gesteuert wird, mit einer Intensitätsvariation von 256 Stufen. Dies, sowie die hervorragenden räumlichen und farblichen Eigenschaften des Farbmikrofilms, ermöglicht es, eine 3 x 8 bit Farbinformation korrekt abzuspeichern.

Der Mikrofilm wird damit zum
Datenspeicher (wie eine CD). Allerdings sind die Informationen als chemische Veränderung im Film gespeichert, und nicht als Vertiefung im Kunststoffträger.



Was für Daten können verarbeitet werden?
Grundsätzlich können alle Formate verarbeitet werden. Dabei werden sie zunächst in das TIFF Format (Tagged Image File Format) gebracht. Metadaten werden ebenfalls in TIFF-Bildinformationen umgewandelt und dem eigentlichen Bild beigefügt. Eine Datei darf bis zu 2 GB gross sein. Selbstverständlich können neben Farbbildern auch Graustufenbilder gesichert werden. Anders als beim bekannten Schwarzweiss-Mikrofilm, der einen sehr hohen Kontrast aufweist, werden Graustufenbilder auf dem Mikrofilm sanft und über einen weiten Helligkeitsumfang richtig wiedergegeben.

Welche Eigenschaften hat der farbige Mikrofilm?
Mehr Informationen finden Sie in der Rubrik über den farbigen Mikrofilm.

Wie können ab dem Film wieder Daten erzeugt werden?
Ganz einfach: Der Mikrofilm wird wieder eingescannt, dabei entstehen wieder TIFF (oder JPG) Bilddaten. Je nach der Qualität des verwendeten Scanners können eher einfache oder auch sehr hochwertige Bilddaten regeneriert werden. Pläne, die ursprünglich im Vektorformat (z.B. DXF) vorlagen, oder Texte, die ursprünglich in Word oder PDF vorlagen, stehen allerdings zunächst ebenfalls nur als Bilddaten zur Verfügung, und müssen (bei Bedarf) umgewandelt werden (z.B. mit OCR in eine Textdatei).

Farbmanagement
Wie für andere Medien auch, kann für das Schreiben der Daten auf den Mikrofilm ein Farbprofil hinterlegt werden. Meist wird eine genormte Farbtafel mit denselben Parametern wie die übrigen Daten auf den Film geschrieben. Dies erlaubt es, den Speicherprozess in das Color-Management mit einzubeziehen. Damit steht der farbechten Reproduktion ab Mikrofilm nichts im Wege.

Mit welchen Kosten ist zu rechnen?
Für das Sichern eines Bestandes von 1000 Bilddateien mit je 40 MB TIFF (unkomprimiert) ist mit Kosten von ca. 3000 CHF zu rechnen. Dabei ist das Ausbelichten selbst nicht der kostentreibende Faktor. Meist ist die Vorarbeit (Bereitstellung der Daten, Metadaten-Aufbereitung, Platzierung/Beschriftung) ähnlich aufwändig. Mit einer guten Absprache mit dem Kunden kann die Auftragsbearbeitung stark vereinfacht und vergünstigt werden.

Mehr Informationen finden Sie in unserem Newsletter zu diesem Thema.

Ihr nächster Schritt: Muster machen lassen!
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